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Was sind Dashcams und wofür werden sie benutzt?

Der Name der Autokamera setzt sich zusammen aus den englischen Wörtern „Dash Board“, was so viel heißt wie Armaturenbrett, und „Camera“, was Kamera bedeutet. Die kleine Kamera filmt das Geschehen vor dem Auto bzw. vor der Motorhaube und nimmt dabei durchgehend auf. Sie kann als wichtiger Zeuge bei Unfällen oder Rechtsstreitigkeiten dienen. Denn das Videomaterial zeigt eventuell den genauen Unfallhergang und kann als Beweismittel verwendet werden. Vor allem in Russland und in Groß Britannien sind die Kameras beliebt.Aber nicht nur für Unfälle kann man die Kamera verwenden, auch für die Videoaufnahme von schönen Fahrstrecken sind sie gut geeignet.



Sind die Dashcams in Deutschland erlaubt?

Mit dieser Frage trifft man hier auf eine rechtliche Grauzone, daher lässt sie sich nicht so einfach beantworten. Vor Gericht kann die Aufzeichnung zwar verwendet werden, aber der Richter muss diese nicht unbedingt als Beweismaterial zulassen. Hierzu muss man aber auch erwähnen, dass die Chancen der Videos auf eine Zulassung besser sind, wenn der Beginn dieser „noch keinen bestimmten Zweck verfolgt“, so das Amtsgericht München. Innerhalb einer Gerichtverhandlung ist eine solche Aufnahme gleich zu setzen mit einem Urlaubsfilm. Aber Achtung das permanente mitfilmen des Verkehrs ist nicht erlaubt. Hierzu äußerte zitierte der ADAC den Landesdatenschutzbeaufttragten von Baden-Württemberg: „Das unbemerkte Filmen von Autofahrern und Fußgängern auf öffentlichen Straßen ist ein erheblicher Eingriff in das informationelle Selbstbestimmungsrecht und grundsätzlich nicht mit dem deutschen Datenschutzrecht zu vereinbaren“.



Also lieber nicht durchgehend die Kamera laufen lassen. Eine allgemeine, konkrete Rechtsprechung zu der Dashcam gab es bisher jedoch keine. Jedoch ist man sich einig, dass Aufnahmen für familiäre oder private Zwecke vollkommen in Ordnung sind. Ebenso wird aber auch die Weitergabe oder Veröffentlichung des Videomaterials bestraft. Eine Bestrafung kann hier ein Bußgeld von bis zu 300 000 Euro sein. Trotz des hohen Betrags findet man häufig viele solcher Videos auf YouTube. Bei vielen Fällen mit Beteiligung einer solchen Kamera bemerkt man die rechtliche Grauzone und die damit entstehende Ausnutzung.

Wie werden Dashcams in anderen Ländern verwendet?

Da bei uns in Deutschland der Trend der Dashcam erst relativ spät im Jahr 2013 kam, sind andere Länder hier schon viel weiter. Eines der besten Beispiele dafür ist Russland, denn hier gehört diese in die Standard Ausstattung eines jeden Autos. Dieses Verhalten hat aber auch seine Gründe, weil nämlich die russische Polizei verdächtigt wird Korruption zu betreiben und somit die Unschuldigen teilweise schuldig gesprochen werden. Also wird hier die Dashcam als Mittel verwendet, um die eigene Unschuld zu beweisen. Aber auch in anderen Ländern ist die Dashcam oft und teilweise gern gesehen. In Groß Britannien bietet sogar eine Kfz-Versicherung einen Rabatt von 10% auf die Dashcam-Rechnung an, um somit die Einwohner zum Kauf zu animieren. Weiterhin erlauben Dänemark, Italien, die Niederlande und Spanien die Autokameras. Das ist aber noch lang nicht alle. Denn auch Österreich und Frankreich erlauben die Dashcams, aber mit einer Bedingung: Man braucht eine offizielle Genehmigung, weil die Kamera nicht direkt im Sichtfeld sein darf und keine Sichtbehinderung darstellen darf. Und auch in Norwegen ist die Kamera erlaubt, jedoch hier nur für private Zwecke und ebenfalls wenn diese keine Ablenkung des Fahrers verursachen können.

Dashcam Test

Ansicht auf eine Straße durch eine Dashcam

Diverse Kameraarten

Die Dashcam gibt es in einigen Varianten und hatte sogar auch einen Vorgänger, denn der sogenannte Car-Camcorder war früher schon einmal auf dem Markt. Aber auch unsere heutige Dashcam ist in verschiedenen Formen erhältlich. Beispielsweise sind an manche Helme von Motorradfahrern solche Kameras integriert, diese sieht man auch ab und an auf Köpfen von vor allem jungen Leuten. Hier dienen sie oftmals auch nur für die Aufzeichnung des eigenen Fahrstils und der Fahrstrecke, solche Videos werden sehr häufig auch auf Internetplattformen wie YouTube verwendet. Eine weitere Möglichkeit sind die meistbenutzten Dashcams in Autos. Hier werden diese auf dem Armaturenbrett befestigt. Aber auch in LKWs sind solche Kameras auf den Armaturenbrettern zu finden. Außerdem gab es eine Zeitlang eine Probevariante für Polizisten, bei der diese solch eine Kamera am Körper getragen haben. Diese so genannten Body-Cams hatten eine deeskalierende Wirkung auf die Mitmenschen und verhinderten einige Übergriffe auf Polizisten. Diese besondere Wirkung wurde hervorgerufen durch den Respekt und die eventuelle Angst vor den Folgen von solchen Videoaufnahmen. Auch der deutsche Markt hat diese Wandlung bereits mitbekommen. Als Reaktion darauf gab es eine Firma welche dann die Dashcams in Navigationsgeräten integrierte, dieses Unternehmen ist Garmin. Jedoch half hier die Dashcam auch zur Erkennung der Umgebung und somit zur verbesserten Sicherheit des Autofahrers.

Dashcam Test

Das Auge (die Linse) einer Dashcam

Was man beim Kauf beachten sollte

Die Preisspanne ist bei solchen technischen Geräten breitgefächert. Einige günstige Varianten kosten nur 30 Euro, die hochwertigeren und auch teureren Produkte können jedoch auch weit über 200 Euro kosten. Die diversen Preisklassen bringen auch verschiedene Extrafunktionen mit sich. In der günstigen Kategorie ist die Videoqualität meistens nur mittelmäßig. Bei der mittleren Preisklasse sind meist bereits ein GPS und ein G-Sensor integriert. Das GPS schreibt die exakte Position des Fahrzeugs in die Datei. Wegen dem GPS können sie auch hinterher ihre Fahrtroute einsehen und die Höhenmeter sowie die Geschwindigkeit betrachten. Um die letztere Funktion nutzen zu können braucht man einen Internetanschluss und ein spezielles Programm, welches meist vom Hersteller mitgeliefert wird. Der G-Sensor ist ein Beschleunigungssensor, die Erklärung dieses Features wird im Verlauf des Testes gegeben. In den höheren Preisklassen befinden sich noch weitere spezielle Funktionen wie Nachtsicht und Bewegungserkennung. Durch die Nachtsichtfunktion kann man, wie der Name schon sagt, auch nachts Videos aufnehmen. Dies geschieht mit Hilfe von integrierten Infrarot-LEDs, welches den vorderen Teil des Fahrzeuges ausleuchtet.Hierbei ist zu beachten, dass das Infrarotlicht für den Menschen unsichtbar ist, aufgrund der Wellenlängen des Lichtes. Jedoch kann teilweise auch wegen dem geringen Licht keine genaue oder detaillreiche Aufnahme gewährleistet werden.Ein weiteres Extra in den höheren Preisklassen ist die Bewegungserkennung.

Dank dieser Funktion können potenzielle Einbrecher aufgenommen werden, denn diese sorgt für eine kurze Aufnahme während eine Person vor dem geparktem Auto läuft. Eine Empfehlung ist es, auf die Auflösung zu achten, welche die Kamera anbietet. Denn durch HD- oder gar Full-HD-Auflösung sind Zahlen und Buchstaben, von beispielsweise Kennzeichen, besser zu erkennen im Filmmaterial. Als weiteres Feature gibt es hier noch das Loop Recording. Durch dieses werden wenn die Speicherkarte voll ist, vorherige Aufnahmen überschrieben mit neuen( Dies ist meist in der günstigeren Preisklasse enthalten).Weiterhin sollte man auf einen großen Blickwinkel achten, hier sollten mindestens 120° eingehalten werden, noch besser sind sogar 170°. Als Resultat des 170° Blickwinkels könnte man dann alles was vor der Motorhaube des eigenen Autos passiert aufnehmen. Ein praktisches Extra ist ein Beschleunigungssensor. Dieser speichert automatisch die Aufnahmen wenn abrupt das Tempo geändert wird, wie bei einer Vollbremsung oder gar einem Unfall. Für alle Rennfahrer bzw. Raser da draußen ist außerdem ein GPS Modul zu empfehlen. Solch ein Modul sollte die Fahrroute speichern und die Geschwindigkeit des Fahrzeuges in das Video brennen können. Aber gilt dieses vor Gericht als zusätzliche Beweislast? – Nur teilweise denn diese Geräte sind nicht staatlich geeicht und damit unzuverlässig. In seltenen Fällen erhalten diese Materialien jedoch eine Zulassung durch den Richter und sind somit zulässig.

Worauf ist zu achten bei der Anbringung einer Dashcam?

Eine Dashcam sollte sicher und unauffällig installiert werden und die eigene Sicht kaum bis gar nicht einschränken. Das Kabel der Dashcam muss auch auf jeden Fall angeschlossen werden, denn nur durch dieses ist eine Aufnahme jeder Fahrt möglich.Als Folge daraus wird mit der Zündung automatisch die Kamera eingeschaltet. Wenn sie das Kabel der Dashcam stört können sie dieses auch so verlegen, dass es nichtmehr oder kaum sichtbar ist. Dies ist jedoch von Fahrzeug zu Fahrzeug unterschiedlich, da jedes andere Optionen bietet das Kabel zu verlegen.

Dashcam Test

Für das Aufnehmen eines Unfalls sind Dashcams gemacht.

Dashcams im Test

In diversen Tests wurden die Dashcams ausprobiert. Heutzutage ist auch in Duetschland der Dashcam Markt sehr groß und unübersichtlich, deshalb folgen nun die Dashcam Tests von drei Kameras. Diese drei wurden auf diversen Seiten mehrmals als Favoriten aufgehört. Allen voran an der Spitze steht die Dash Cam 20 von Garmin. Diese bietet eine Full-HD-Auflösung, einen integrierten G-Sensor,GPS und Blitzerwarnung, sowie Mikrofon und Lautsprecher. Zusäzlich hat diese Dashcam auch noch einen Bewegugnssensor. Weiterhin macht sie 30 Bilder pro Sekunde auf einen 2,3″ Display. Das Speichermedium ist eine MicroSD, welche inklusive ist. Im Test wurde vorallem die herrausragende Bildqualität und Auswertungs-Software des GPS-Modells gelobt. Aufgrund dieser hochwertigen Qualität des Produktes ist der Preis der Dashcam relativ hoch. Als zweite Dashcam ist die Vicovation Vico-Marcus 3 aufzuführen. Diese bietet eine gleichwertige oder sogar höhere Bildqualität als die Dashcam von Garmin. Auch können hier potenzielle Features mit integriert werden. Beispielsweise ein GPS-Modul, welches nur die Funktionserweiterung ist von dem Spurhalteassistent, des Auffahrwarnsystems, sowie von der Geschwindigkeits- und Koordinatenanzeige innerhalb des Videos.Für diese extrem hohen Qualitäten der Software muss auch ein höherer Betrag gezahlt werden, mit den Erweiterungen teilweise bis zu 230 Euro insgesamt. Jedoch bietet die Dashcam für diesen hohen Preis ein rundum Paket und hat damit im Dashcam Test alle überzeugt.


Die letzte Dashcam aus den Tests ist die MiVue 358 von Mio. Die Auflösung liegt hier bei 5 Megapixeln bzw. Full-HD auf einem 2,4″ Display. Wie in den anderen Dashcam Tests konnte auch diese Autokamera mit Extras überzeugen. Es gibt hier eine GPS-Hilfsfunktion, sowie einen Bewegungsmelder. Dank des integrierten Drei-Achsen-Gravitations-Sensor wird die Kamera auf plötzliche Veränderungen der Bewegungen hingewiesen und beginnt mit zu filmen. Auch diese Dashcam konnte im Test ihre hochwertige Qualität beweisen und somit begeistern. Im vergleich zu den vorherigen Modellen kann diese auch zu einem geringeren Preis erworben werden.

Bei einer Schuldfrage nach einem Unfall kann die Dashcam helfen.

Dashcam Test